10. Sitzung de Gemeinsamen Ausschuss

Die Thematik des Abends lautete:
Unser Weg von den Leitlinien zu konkreten Handlungsfeldern.

Der biblische Text „Paulus in Athen“ (Apg 17,16 – 34), den wir zuerst hörten und bedachten, begleitete uns durch den Abend.

Pfarrer Mies benannte als unsere Ausgangssituation 3 Punkte:
1. Die Kirche wird sich in unserem Pastoralen Raum verändern, aber die grundsätzlichen Aufgaben bleiben die gleichen: Viele bewährte Aktivitäten bleiben erhalten.
2. Durch die sozialräumliche Orientierung haben wir neue Kenntnisse zu
den Menschen im Pastoralen Raum gewonnen.
3. Die katholische Kirche in Hamburg wächst zahlenmäßig und das Bistum wird in der Hamburger Öffentlichkeit zunehmend stärker wahrgenommen. Aber wir erleben auch die zahlenmäßige Abnahme von aktiven Gemeindemitgliedern und die abnehmenden finanziellen Ressourcen.

Auf dieser Basis suchten wir mögliche Antworten auf die Frage „Was tun wir künftig in unserem Pastoralen Raum, um dort das Christliche, speziell das Katholische deutlich werden zu lassen?

Unsere ersten Antworten sind folgende:

  1. Wir wollen die Internationalität, die in unserer Kirche vorhanden ist, gestalten. (Sichtbar machen der vielen Nationen in unseren Gottesdiensten, in der Katechese, in der Elternarbeit, in unserer Öffentlichkeitsarbeit, usw.)
  2. Wir wollen unsere Kirchen und weitere Orte öffnen und sie als interessante Orte für alle Menschen präsentieren. (Kirchenführungen, auskunftsfähige Kirchenhüter, usw.)
  3. Wir bemühen uns, zu erkennen, was Menschen aller Altersgruppen tatsächlich in ihren spezifischen Situationen bewegt und darauf reagieren. (vgl. Gaudium et Spes: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.“)
  4. Wir wollen mehr Vernetzung wagen z. B. mit politischen Institutionen und kulturellen Einrichtungen.
  5. Wir wollen die offene und versteckte Armut sehen und Wege suchen, darauf zu reagieren. (keine weltfremde Frömmigkeit pflegen)

Zu diesen von Pfarrer Mies vorgestellten Gedanken gab es nach einer Zeit des Austausches in kleinen Gruppen aus dem Plenum eine Reihe von wertvollen Rückmeldungen. Z. B. gab es den Hinweis, dass wir durch das Schauen nach außen nicht vergessen dürfen, dass wir uns selbst stets neu unseres Glaubens und unseres Auftrags vergewissern müssen, wir einer inneren Stärkung bedürfen. Ein anderer Hinweis betonte, dass in den Handlungsfeldern ein neuer Blick auf unsere Arbeit enthalten ist, der bei ernsthafter Verfolgung andere Menschen als bisher zu uns führen kann.

Anschließend stellte Herr Dreyer eine Tabelle vor, die die Verbindung der 5 Handlungsfelder zu den Grundvollzügen der Kirche (Martyria, Diakonia, Koinonia, Leiturgia) herstellt. Er erläuterte auch seine Absicht, das Konzept als eine elektronische Datei herzustellen, damit vor allem das Ausfüllen der Tabelle praktikabel wird. Außerdem könnten wir auf diese Art auch zeigen, dass das Konzept nicht ein endgültig fertiggestelltes ist, sondern dass wir es als Prozess verstehen, der stetig fortentwickelt werden muss.

Den Abschluss der Sitzung bildete die Vorstellung der 4 bisher geplanten Arbeitsgruppen (Kita-Arbeit, Diakonia, Katechese, Öffentlichkeitsarbeit) durch Herrn Waschkowski. Weitere Arbeitsgruppen sollen folgen.